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Gesundheitsnews



Rostocker Forscher arbeiten fächerübergreifend an neuer Implantat-Technologie
Robert Ott bei der Präsentation seiner Forschungsarbeit auf dem ersten Poster-Slam der Universität Rostock.

Sind Stammzellen die neue Hoffnung in der Zahnmedizin? Robert Ott, Doktorand am Institut für ImplantatTechnologie und Biomaterialien e.V., einem An-Institut der Universität Rostock, ist davon fest überzeugt. Der 28-jährige Wissenschaftler ist an einem durch das Wirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern geförderten Verbund­forschungsprojekt zwischen Wissenschaft und Wirtschaft beteiligt. Die weiteren Projektpartner sind die RoweMed AG, ein Industriepartner aus Parchim, und Professor Bernhard Frerich, Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie der Universitätsmedizin Rostock.

Im klinischen Alltag werden kranke oder fehlende Zähne längst durch Zahnimplantate ersetzt, denn so wird verloren gegangene Lebensqualität wiederhergestellt. Damit Zahnimplantate allerdings zuverlässig im Kiefer verankert werden können, muss in vielen Fällen der Knochen in der Zahnlücke noch vor der Implantation aufgebaut werden. Vielfach wird für diesen Kieferaufbau Eigenknochen verwendet, der den Patientinnen und Patienten in einem zusätzlichen chirurgischen Eingriff entnommen wird. Eine beschwerdeärmere Alternative zur Verwendung von Eigenknochen stellen Knochenersatzmaterialien dar. Trotz umfangreicher Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Knochenersatzmaterialien ist der Einheilungsprozess von Knochenersatzmaterialien bis zum heutigen Tag allerdings langwieriger und komplizierter als der Einheilungsprozess von Eigenknochen.

Um die Einheilung von Knochenersatzmaterialien in Zukunft zu verbessern, untersucht die Rostocker Arbeitsgruppe um Professor Bernhard Frerich die Besiedlung von Knochenmaterialien mit patienteneigenen Zellen oder Stammzellen. Das Gewinnen solcher Zellen kann minimalinvasiv aus Blut und unterschiedlichen Geweben, wie zum Beispiel Fettgewebe erfolgen. Durch die Eigenschaft der Stammzellen, das natürliche Knochenwachstum anzuregen und damit die Knochenneubildung zu beschleunigen, soll das Einheilen des Knochenmaterials verbessert werden.

Hauptziel der wissenschaftlichen Kooperation in dem aktuellen Verbundforschungsprojekt ist es, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem eine gleichmäßige Besiedlung von Knochenmaterialien mit Stammzellen erreicht werden kann. Zu diesem Zweck entwickeln die Forscherinnen und Forscher einen sogenannten Bioreaktor, in dem die Stammzellbesiedlung unter definierten Umgebungsbedingungen erfolgt. „Neben den experimentellen Untersuchungen im Labor stellt die numerische Strömungssimulation ein wertvolles Werkzeug bei der Entwicklung leistungsfähiger Bioreaktoren dar“, sagt Robert Ott. Mithilfe solcher Strömungssimulationen ist es möglich, die Verteilung der Stammzellen im Knochenmaterial für eine große Anzahl unterschiedlicher Bioreaktoren und Umgebungsbedingungen vorherzusagen und miteinander zu vergleichen. Obwohl die numerische Strömungssimulation den Entwicklungsprozess der Bioreaktoren deutlich beschleunigt, wird die Funktionsfähigkeit der entwickelten Bioreaktorprototypen abschließend im Labor mithilfe von Zellbesiedlungsexperimenten untersucht. Um die erfolgreiche Stammzellbesiedlung genau zu überprüfen, kommen dabei verschiedene bildgebende Verfahren, wie die Rasterelektronenmikroskopie und die Fluoreszenzmikroskopie zum Einsatz.

Die Auswertungen der ersten Stammzellbesiedlungsexperimente zeigten bereits erfolgsversprechende Ergebnisse. „Mit der Entwicklung eines Bioreaktorprototyps, der eine gleichmäßige Verteilung der Stammzellen im Knochenmaterial ermöglicht, haben wir einen wichtigen Meilenstein des Verbundforschungsprojektes erreicht“, sagt Professor Klaus-Peter Schmitz, Direktor des Instituts für ImplantatTechnologie und Biomaterialien e.V. Im weiteren Verlauf des Projektes, das Ende 2019 abgeschlossen wird, wollen die Forscherinnen und Forscher untersuchen, ob und in welchem Umfang die Stammzellbesiedlung der Knochenmaterialien im Bioreaktor tatsächlich zu einer Verringerung der Einheilzeit führt.

Erst kürzlich stellte Robert Ott seine Forschungstätigkeit zur Stammzellbesiedlung von Knochenmaterialien als einer von sieben jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Fachgebieten beim ersten Poster-Slam der Graduiertenakademie an der Universität Rostock innerhalb des Forschungscamps 2017 vor. Die jungen Forscherinnen und Forscher mussten dabei in nur drei Minuten ihre wissenschaftlichen Arbeiten einem fachfremden Publikum auf kreative Art und Weise präsentieren. Mit seinem Beitrag „Teeth matter – Stemmcell loading in bone implants“ hat der gebürtige Lübzer Robert Ott den ersten Preis und damit ein individuelles Karriere-Coaching im Wert von 1.000 Euro gewonnen.

Was Ihr Zahnarzt über Ihre Medikamente wissen sollte
Patientenzeitung „ZahnRat“ Nr. 93

Immer mehr Menschen nehmen immer mehr Medikamente. Mit zunehmendem Alter der Patienten steigt die Anzahl der Krankheiten und damit die Anzahl der verschiedenen eingenommenen Medikamente. Neben der gewünschten Hauptwirkung haben diese aber auch unerwünschte Nebenwirkungen und untereinander Wechselwirkungen. Zu welchen Komplikationen es dadurch bei einem Zahnarztbesuch kommen kann – darüber informiert der neue ZahnRat Nummer 93.
Fünf Antworten auf die Frage: Was sollte Ihr Zahnarzt unbedingt über Ihre Medikamente wissen?

1. Bei Medikamenten, die die Blutgerinnung verändern, muss das Ihr Zahnarzt unbedingt wissen. Sonst kann es zu schweren Nachblutungen nach dem Ziehen eines Zahnes oder Operationen im Mund kommen.

2. Bei Medikamenten gegen Osteoporose, sogenannten Bisphosphonaten, kann es zu schweren Wundheilungsstörungen am Kieferknochen nach Zahnextraktionen kommen.

3. Psychopharmaka und Neuroleptika vermindern den Speichelfluss. Das kann Mundtrockenheit und Mundbrennen nach sich ziehen.

4. Antepileptika können zu einer Wucherung des Zahnfleisches führen.

5. Abführmittel, sogenannte Laxantien, entwässern den Körper und können ebenfalls zu Mundtrockenheit führen. Dadurch werden Ihre Zähne anfälliger gegen Karies.
Fünf Antworten auf die Frage: Wie sollten Sie mit Ihren Medikamenten umgehen? 1. Wenn Sie mehr als drei Medikamente dauerhaft einnehmen, ist ein Medikationsplan zu empfehlen. Diesen erstellt in der Regel Ihr Hausarzt. 2. Aktualität ist wichtig: Mindestens einmal im Jahr sollten Sie Ihren Medikationsplan überprüfen lassen. 3. Nehmen Sie den Medikationsplan zu allen ärztlichen und zahnärztlichen Sprechstunden mit – auch zu Notbehandlungen! So können künftige Verordnungen oder Behandlungen sicher auf Ihre Gesamtmedikation abgestimmt werden. 4. Sprechen Sie bei einem Verdacht auf Neben- oder Wechselwirkungen von Medikamenten zuerst mit Ihrem behandelnden Arzt. Setzen Sie auf keinen Fall eigenmächtig die verordneten Medikamente ab und verändern Sie nicht eigenmächtig die Dosis. 5. Fragen Sie nach, ob Sie auf mögliche Alternativen ausweichen können. Setzen Sie gegebenenfalls Therapieziele, welche Ihnen die beste Lebensqualität ermöglichen.

Hintergrund:

Die Patientenzeitung „ZahnRat“ ist Teil des zahnärztlichen Patienteninformationssystems, erreichbar unter www.pat-info-system.de oder www.zahnrat.de.

Der „ZahnRat“ wird herausgegeben von den Zahnärzten der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Thüringen.

 

ZahnRat 93
„Was Ihr Zahnarzt über Ihre Medikamente wissen sollte“

Umfangreiche Informationen zu verschiedenen Medikamenten und deren Auswirkungen auf die Mundgesundheit lesen Sie im ZahnRat 93, welcher in allen Praxen des Landes Brandenburg ausliegt oder unter www.ZahnRat.de aufgerufen werden kann.

Mit der richtigen Ernährung gegen Parodontitis
Osterholz-Scharmbeck (OHZ), den 04.12.2017

Über die Auswirkungen von Zucker auf die Zähne braucht man an dieser Stelle nicht weiter zu schreiben. Untersucht wurde in den vergangenen Jahren hingegen, welche Nahrungsmittel positive Auswirkungen bei parodontalen Entzündungsprozessen haben. Die Ergebnisse werden diejenigen, die sich mit ausgewogener Ernährung auskennen, größtenteils sicher nicht überraschen.

• Verzicht auf einfache, kurzkettige Kohlenhydrate: Dazu gehören Weißmehlprodukte, Zucker, Säfte, Süßgebäcke. Durch die Verarbeitung von Getreide zu Weißmehl z.B. fallen Ballaststoffe weg. Ein stärkerer Blutzuckeranstieg und damit verbundener Insulinanstieg sind die Folge. Erhöhte Insulinausschüttung wiederum zieht stärkere Entzündungsprozesse nach sich, und eine Parodontitis ist ja genau dies. Weißmehle gelten zudem als Dickmacher.

• Gesättigte Fettsäuren, Omega-6- und Transfettsäuren scheinen auch mit einem häufigen Auftreten von Parodontitis einherzugehen. Diese sind vor allem in Frittiertem, Butter, Margarine, Käse, Sonnenblumenöl vorhanden. Die Einnahme oder Nahrungsaufnahme von Omega-3-Fettsäuren kann hingegen gingivale und parodontale Entzündungen reduzieren. Enthalten sind diese z.B. in Seefisch, Leinöl, Walnüssen oder natürlich Fischölkapseln.

• Gut für eine gesunde Funktion von Stoffwechsel und Immunsystem sind die Mikronährstoffe in Früchten, Hülsenfrüchten, Gemüse, Samen, Nüssen. Sie enthalten eine Menge Mineralien sowie anti-entzündliche Fette. Die Mehreinnahme dieser Mikronährstoffe wird mit einem geringeren Vorkommen von Parodontitis assoziiert.

• Nitrathaltige Pflanzen wie Spinat, Rote Bete, Kohl, Ruccola oder Salat wirken im Körper als Stickstoffmonoxid in anti-entzündlicher Form. Dies gilt aber ausdrücklich nur für pflanzliche, nitratreiche Kost.

• Die Einnahme von Ballaststoffen wie in Kleie, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse enthalten soll anti-entzündlich und probiotisch wirken. Diese Ballaststoffe senken auch das Cholesterin, das wiederum mit Parodontitis in Verbindung gebracht wird.

Überraschend ist diese Auflistung sicher nicht, entspricht sie doch so ziemlich der Empfehlung für ausgewogene Kost. Man tut also damit nicht nur etwas Gutes für die Zähne, sondern den ganzen Körper. Dann mal guten Appetit!